Was ist eigentlich Matcha?
9. Januar 2026
Matcha ist ein fein vermahlener grüner Tee aus Japan und gilt als besonders hochwertiges Tee-Erzeugnis. Im Gegensatz zu klassischen Grüntees wird beim Matcha nicht nur der Aufguss getrunken, sondern das gesamte Teeblatt in Pulverform konsumiert.
Die Grundlage für Matcha bildet Tencha. Die Teesträucher werden etwa drei bis vier Wochen vor der Ernte beschattet, wodurch der Chlorophyll- und Aminosäuregehalt steigt. Dies verleiht Matcha seine intensive grüne Farbe sowie den charakteristisch mild-herben, leicht süßlichen Geschmack. Nach der Ernte werden die Blätter schonend gedämpft, getrocknet und in traditionellen Granitsteinmühlen zu feinem Pulver vermahlen.
Traditionell wird Matcha nicht im Alltag getrunken, sondern streng genommen im Rahmen der Teezeremonie. Dennoch ist die Geschmacksrichtung Matcha in Japan und ganz Ostasien sehr beliebt, insbesondere in Süßwaren und anderen Lebensmitteln, ähnlich wie bei uns Erdbeere oder Schokolade. Entsprechend gibt es Matcha-Schokolade, Matcha-Eis, Matcha-Tiramisu sowie auch herzhafte Produkte wie Matcha-Buchweizennudeln.
Matcha enthält Koffein, wirkt jedoch durch den hohen L-Theanin-Gehalt sanfter und länger anregend als Kaffee. Zudem liefert er Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe. Eine Portion Matcha (ca. ½ TL) entspricht in etwa der Koffeinwirkung eines Espressos.
Matcha kann sowohl erhitzt als auch unerhitzt konsumiert werden. Sein volles Aroma entfaltet er bei einer Wassertemperatur von 70–80 °C. Zu heißes Wasser macht Grüntee allgemein bitter.
Traditionelle Zubereitung
Matcha wird traditionell nach der japanischen Teezeremonie zubereitet. Dabei stehen Achtsamkeit, Einfachheit und Präzision im Vordergrund. Der Matcha wird mit dem Chasen (Bambusbesen) in einer speziellen Matcha-Schale (Chawan) in schnellen, lockeren W- oder M-förmigen Bewegungen aufgeschlagen, bis sich ein feiner, cremiger Schaum bildet.
Die traditionelle Zubereitung verbindet Handwerk, Ruhe und Genuss und ist bis heute ein zentraler Bestandteil der japanischen Teekultur. Matcha auf diese Weise zu genießen, ist eher etwas für wahre Teekenner. Der Tee wird ungesüßt getrunken – generell wird grüner Tee in Asien nicht gesüßt. Dazu wird jedoch stets eine traditionelle Süßigkeit (Wagashi) gereicht.
Moderne Zubereitung
Für vollen Genuss einfach Matcha mit 70–80 °C heißem Wasser aufschlagen, bis ein cremiger Schaum entsteht. Traditionell in der Chawan-Schale zubereitet oder alternativ eine Müslischale. Anstatt dem Matcha-Besen aus Bambus kann man auch einen kleinen elektrischen Milchaufschäumer benutzen.
Zutaten:
1/2 TL Matcha-Pulver (ca. 1 g)
70–80 ml heißes Wasser (nicht kochend)
Schneebesen oder kleiner Handmixer (kein Bambusbesen nötig)
Schale, Tasse oder Becher
Milch oder Pflanzendrink, Süße der Wahl
- 70–80 °C heißes Wasser erhitzen (kurz unter dem Siedepunkt). Zu heißes Wasser macht Matcha bitter, zu kaltes löst ihn schlecht auf.
- 1/2 TL Matcha in eine Schale oder Tasse geben. Für einen stärkeren Geschmack 1 – 1,5 TL nehmen.
- Ein paar Esslöffel heißes Wasser in die Schale gießen. Mit einem kleinen Schneebesen oder Milchaufschäumer den Matcha gut verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Idealerweise sollte man den Matcha solange aufschlagen, bis ein feiner Schaum entsteht.
- Der Matcha ist nun verzehrfertig.
- Für Matcha-Latte heiße Milch in ein Glas geben, wie bei Latte Macchiato nun den Matcha-Shot inklusive Schaum zur Milch gießen. Wer mag kann zusätzlich Milchschaum hinzugeben. Matcha-Latte kann gesüßt werden. Purer Matcha wird ungesüßt getrunken.
Matcha als allgemeiner Trend
Matcha als Getränk ist in den letzten zwei bis drei Jahren insbesondere auf TikTok viral gegangen. Zunächst verbreitete sich der Trend in ostasiatischen Metropolen, bevor er auch Europa und Deutschland erreichte. Besonders der Strawberry Matcha Latte ist inzwischen in vielen trendbewussten Cafés zu finden.
Das Getränk hat seinen Ursprung mutmaßlich um 2013 in den USA bei den Gründern der Bubble-Tea-Kette Boba Guysund besteht klassisch aus drei Schichten: gewürfelten frischen Erdbeeren, Erdbeerkonfitüre oder Sirup, Milch sowie einem Matcha-Shot. Daraus entwickelten sich zahlreiche weitere Matcha-Trendgetränke, wie der Matcha Cloud(frisches Kokoswasser mit süß aufgeschlagenem Matcha) oder der Klassiker Iced Matcha Latte aus Milch, Matcha-Shot und Eiswürfeln.
Matcha als Trend in Deutschland
- Die Firma Oatly hat eigens ein Produkt aus Hafermilch und Matcha auf den Markt gebracht.
- In Drogeriemärkten sind etwa 30 g Matcha für rund 10 Euro erhältlich.
- Viele kleine und große Cafés führen Matcha Latte als festen Bestandteil ihres Sortiments.
- Auch Bäckereien bieten zunehmend Gebäck mit Matcha-Geschmack an.
- Iced Matcha Latte kommt im Songtext von Shirin David „Bauch Beine Po“ vor.
Richtige LAGERUNG
Matcha sollte dunkel, luftdicht und kühl gelagert werden. Hochwertiger Matcha wird idealerweise im Kühlschrank aufbewahrt, um Farbe, Aroma und
Qualität zu erhalten.
Matcha und Kuhmilch
Kuhmilch enthält Milcheiweiß (Casein), das sich an die Catechine – wichtige Antioxidantien im Matcha – binden kann. Dadurch können diese vom Körper schlechter aufgenommen werden. Wer primär von den gesundheitlichen Vorteilen profitieren möchte, sollte Matcha daher mit pflanzlichen Alternativen wie Hafer- oder Sojamilch konsumieren.
Geschmacklich harmoniert Matcha jedoch sehr gut mit Milchprodukten, weshalb er häufig dennoch damit kombiniert wird. In diesem Fall steht eher der Genuss als der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund.
Was genau ist VIOLAS’ »Matcha Dust«?
Die Gewürzmischung besteht aus gemahlener Minze, Zitronenschale, Ingwer, Matcha, Amchurpulver (wird aus grünen, jungen Mangos hergestellt und ist auch säuerlich) sowie Vanille. Die Kombination bringt eine komplexe Säure mit sich, die sehr gut mit dem herben Matcha harmoniert. Vanille verleiht dem Ganzen zudem eine liebliche Note.
»Matcha Dust« ist kein reiner Matcha-Tee, sondern als Topping für Desserts sowie für herzhafte Speisen wie Salatdressings oder Avocado gedacht. In Kombination mit hochwertigem Meersalz entsteht eine aromatische Matcha-Salz-Mischung, die hervorragend zu Meeresfrüchten oder frittiertem Fisch passt.
»Matcha Dust« kann sowohl als Topping als auch eingerührt in Cremes und andere Speisen verwendet werden. »Matcha Dust« sollte nicht als Getränk zubereitet werden wie purer Matcha. Jedoch kann die Mischung z.B. in Smoothies oder Milchgetränken untergemischt werden.
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